News rund um die BEA

BEA: Ein tierischer Betrieb

Die Tiere gehören zur BEA wie die Bäume zum Wald. Äusserst beliebt bei grossen und kleinen Besuchern, sind sich die Organisatoren ihrer Verantwortung voll bewusst. Unter anderem gewährleistet Beat Berchtold als BEA-Tierarzt deren Wohlergehen. Mit ihm werfen wir einen Blick hinter die Kulissen.

 

BEA: Wie wird man eigentlich offizieller Tierarzt der BEA?

Ich wurde angefragt, ob mich diese Tätigkeit interessieren würde. Anschliessend hat sich die Leitung der BEA-Messe nach einem kurzen Auswahlprozedere für mich entschieden.

 

Zum wievielten Mal üben Sie diese Funktion an der Messe aus?

Meine erste BEA war im Jahr 2015. Entsprechend bin ich dieses Jahr zum fünften Mal mit dabei.

 

Wie sieht für Sie ein typischer Tag an der BEA aus?

Am Morgen mache ich einen Rundgang zu allen Tieren und tausche mich mit den TierpflegerInnen aus. Kranke oder auffällige Tiere werden von mir untersucht und medizinisch versorgt. Falls nötig leite ich natürlich auch weitergehende Massnahmen in die Wege. Wichtig ist auch das gemeinsame Frühstück mit der ganzen Stallmannschaft, vor allem nach dem frühen Start im Stall 😊. Durch den Tag bin ich für Notfälle erreichbar und nach Bedarf auf der Messe präsent. Wenn die Besucher die Zelte verlassen haben, mache ich einen letzten Rundgang zu allen Tieren und untersuche gegebenenfalls auffällige Tiere. In der Nacht bin ich telefonisch erreichbar und so schnell wie möglich zur Stelle, sollte ein Notfall vorliegen.

 

Für wieviele Tiere tragen Sie insgesamt etwa die Verantwortung?

(lächelt) Viele. Es sind etwa 100 Kühe und Kälber, 40 Schafe und Ziegen, 3 Mutterschweine mit ihren Jungen und ein Eber. Zusätzlich für diverse Ziervögel, Hühner und Enten, etwa 15 Kaninchen und nicht zuletzt etwa 60 Pferde. Dazu kommen noch die sogenannten «Tagesaufenthalter» – diese kommen zusammen mit ihren Besitzern jeweils am Morgen und gehen am Abend wieder nach Hause.

 

Worauf legen Sie grossen Wert im Umgang mit den Tieren?

Bei der Untersuchung und Behandlung bleibe ich ruhig, konzentriert und gehe individuell auf die verschiedenen Arten ein.

 

Welche Krankheiten oder Probleme treten besonders häufig auf?

Bei den Pferden sind es vor allem kleinere Verletzungen der Haut und Koliken (Bauchweh). Bei den Kühen sind es eher Euter- und bei den Kälbern Lungenentzündungen. Insgesamt darf ich erfreut feststellen, dass ich bis anhin nur sehr wenige Tiere behandeln musste. Die Tiergesundheit an der BEA ist meiner Meinung nach sehr gut.

 

Gibt es einen bestimmten Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Oh, da gibt es viele. Es sind vor allem viele kleinere Geschichten, die ich gemeinsam mit Tierbesitzern und ihren Tieren erleben durfte.